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Unheimliche Heimat

In Deutschland nimmt der Wald mit rund 32% einen geringeren Anteil an der Landesfläche ein als im EU-Durchschnitt. Dennoch pflegen die Deutschen ein besonders inniges* Verhältnis zu ihm. Grimms Märchen sind ohne ihn nicht denkbar. Er ist Ort kriegerischer Auseinandersetzungen wie sonntäglicher Vergnügungen und sein Wohlergehen* Anliegen* deutscher Politik. Geld lässt sich auch mit ihm verdienen.

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Archipel Europa

Am 9. und 10. Mai tagte auf Einladung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und vier Autoren (siehe Foto) die Europäische Schriftstellerkonferenz 2016. Unter dem Motto „GrenzenNiederSchreiben“ diskutierten Autorinnen und Autoren aus 29 Ländern in der Akademie der Künste mit Blick auf den Reichstag über Literatur in Zeiten wiederentstehender Grenzen und Nationalismen.

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Mütter, Märkte, Musterknaben*

Am Vatertag treffen sich Männer, machen einen Ausflug und trinken schon vormittags Bier. Am Internationalen Tag des Kindes geht es um Kinderrechte und darum, dass sie allzu oft missachtet werden. Und am Muttertag? Einst bekamen Mütter ein Ehrenkreuz, heute dürfen sie sich über Blumen freuen. Über den Muttertag freuen sich in Deutschland vor allem die Blumenhändler

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Arbeiterkampf und Hexentanz

Wenn der 1. Mai auf einen Sonntag fällt, freut sich niemand außer den Arbeitgebern. Denn der Tag der Arbeit ist in Wahrheit ein Tag der Nichtarbeit, den nur eine verschwindende Minderheit* zum Kampf für die Interessen der Lohnabhängigen nutzt. Eine Mehrheit will vor allem ausschlafen – nicht zuletzt vom heidnischen* Treiben der Walpurgisnacht.

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Vertriebene und Literaturnobelpreisträgerin

Die für den 23. März im Berliner Literaturhaus angekündigte Buchpräsentation von Herta Müller war ausverkauft. Als die 1953 geborene Rumäniendeutsche 2009 den Literaturnobelpreis erhielt, sagte ihr Name vielen Deutschen kaum etwas. Bei der Veranstaltung wurde nun eine neue Facette der Autorin offensichtlich: ihr Engagement für die Emigranten der NS-Zeit.

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Zwischen Sehnsucht und Teufelspakt

Eulen nach Athen zu tragen, hieße es, Menschen in Russland etwas von der Freude über den Frühlingsanfang zu erzählen. Aber auch in Deutschland huscht* ein Lächeln über die traurig grauen Wintergesichter, wenn das Eis schmilzt, die ersten Vögel singen und Krokusse in Gelb und Lila aus der Erde sprießen*. Liebesgefühle erwachen, immer wieder jedoch kam es im Frühling auch zu politischen Kapriolen*.

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Schwestern zum Reichtum, zur Spitze*

Seit 2016 gilt für die Aufsichtsräte* der etwa 100 größten deutschen Unternehmen eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent. In kleineren Betrieben darf ihre Höhe (von den Männern) selbst definiert werden. Grund dieser Regelung ist die mangelnde Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Frauen verdienen weniger, kümmern sich mehr um Haushalt und Kinder und haben weniger Einfluss, Macht und Geld.

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ZEITreise durch die deutsche Demokratie

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges brach in Deutschland zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Jahren die Presselandschaft zusammen. Die Alliierten stellten die von den Nationalsozialisten gleichgeschalteten* Zeitungen ein* und vergaben stattdessen Lizenzen für Neugründungen. Am 21. Februar 1946 erschien in Hamburg die Erstausgabe der überregionalen Wochenzeitung die ZEIT.

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Freundinnen der deutschen Sprache

Mehr als zehntausend Menschen haben an den vier Runden des gesamtrussischen Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“ teilgenommen. Über 400 Sieger haben in den vergangenen fünf Jahren tolle Preise bekommen. Welche? Die Siegerinnen des letzten Wettbewerbs haben das Wort.

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Freiheit, Gleichheit, Wanderschuhe

Dem Ausländer, der im Winter Deutschland besucht, fällt schnell auf, dass die Städter sich kleiden, als brächen sie zu einer Wanderung in die Alpen oder zumindest in Feld, Wald und Wiese auf*. Neben Rucksäcken tragen sie Wanderschuhe und dicke Jacken mit Kapuzen*. In Zeiten der Erderwärmung ist das schwer zu verstehen.