Freundinnen der deutschen Sprache

Mehr als zehntausend Menschen haben an den vier Runden des gesamtrussischen Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“ teilgenommen. Über 400 Sieger haben in den vergangenen fünf Jahren tolle Preise bekommen. Welche? Die Siegerinnen des letzten Wettbewerbs haben das Wort.

Tatjana Dekar

Tatjana Dekar aus der Schule №24 in Nowosibirsk ist die Gewinnerin  der Nominierung der russlanddeutschen Begegnungszentren «Wir sind in». Die Jury schätzte Tatjanas Video über ihre Begegnungsstätte sehr.

„Ehrlich gesagt, als ich mich mit dieser Arbeit beschäftigt habe, habe ich schon gedacht, dass ich irgendeinen Preis gewinne. Aber selbstverständlich machte ich mir Sorgen. Endlich wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs mitgeteilt und man sagte, dass ich den ersten Platz gewonnen habe. Ich habe mich echt gefreut und natürlich diese freudige Nachricht meinen Freunden, Verwandten und Lehrern mitgeteilt. Sie alle freuten sich zusammen mit mir, denn es gibt selten solch eine Gelegenheit nach Moskau zu fahren und auch noch eine Auszeichnung im Haus des KVN zu bekommen! Dort habe ich wunderbare Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden, und auch den Preis erhalten – eine Reise ins Sommercamp „Jugendtreffen“. Im Sprachcamp hatten wir täglich drei Stunden Deutschunterricht. Sie waren so spannend, dass wir gerne noch länger geblieben wären!“, erzählt die 15-jährige Gewinnerin.

Swetlana Wodjankina (Klein)

Die Gewinnerin des vorgangenen Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“ in der Ehrennominierung  für Deutschlehrer und  -dozenten „Eine Stunde Deutsch“ (Vorschüler) ist Swetlana Wodjankina, geborene Klein, aus dem Gebiet Tomsk. Die Jury würdigte ihre kombinierte Unterrichtsstunde „Freunde von Anfiska“. Sie fand in einer Früh-Lerngruppe statt, wo die Kinder, dem Wunsch ihrer Eltern gemäß, zwei Mal in der Woche 25 Minuten lang Deutsch lernen.

Swetlana Stepanowna hat für den Sieg eine zweiwöchige Teilnahme am Intensivsprachkurs am Goethe-Institut in der deutschen Stadt Göttingen bekommen. Die Preisträgerin gibt zu, dass die Reise unvergesslich war.

„Das alte Göttingen begeisterte mich mit malerischen Straßen und Parks. Der Unterricht im Rahmen des Kurses war sehr intensiv, gleichzeitig blieb den Studenten genug Freizeit, um die Atmosphäre des Instituts und seiner Umgebung zu genießen. Passionierte Deutschdozenten führten informativen und interessanten Unterricht durch. Besonderes Vergnügen bereitete nmir die Paar- oder Gruppenarbeit und das Kommunizieren mit Muttersprachlern außerhalb des Instituts“, so Swetlana.

Julia Derkatsch

Julia Derkatsch aus Perm belegte den zweiten Platz im Kreativ-Wettbewerb „Baron Münchhausen: Das Leben ist eine Reise“. Julia wurde schon zum zweiten Mal zur Wettbewerbspreisträgerin: Zuvor versuchte sie sich in der Übersetzung der Gedichte und belegte den dritten Platz.

Julia fing bereits in der Grundschule an, Deutsch zu lernen, jetzt setzt sie ihr Deutschstudium am Lyzeum fort und nimmt zusätzlich privaten Deutschunterricht. Gleichzeitig lernt sie Englisch und Französisch. Zu ihren Hobbies gehören außerdem Flötespielen, Malen und Literatur. Die zukünftige Abiturientin beschäftigt sich auch ernsthaft mit Mathematik und Physik: Die 17-jährige denkt an eine Immatrikulation an der Technischen Universität Berlin. Dieser Traum könnte ohne Sprachkenntnisse jedoch nicht in Erfüllung gehen.

„Der Deutschunterricht ist für mich ein wahres Vergnügen, eben aus diesem Grund habe ich beide Male an der literarischen Nominierung teilgenommen“, so Julia. „Dieser Wettbewerb ist eine Riesenmotivation für das Fortsetzen des Erlernens deutscher Sprache“.

Julia bekam die Möglichkeit, in ein Sprachlager zu fahren und Deutsch zu praktizieren.

Swetlana Sadiranowa (Ritter)

Den ersten Preis unter allen wissenschaftlich Arbeiten „Deutsch als Minderheitensprache“ hat die Moskauerin Swetlana Sadiranowa, geborene Ritter, gewonnen. Ihre Arbeit wurde auf Deutsch geschrieben.

„In letzter  Zeit vergessen viele Menschen ihre Herkunft und die Sprache der Vorfahren. In meiner Arbeit wollte ich möglichst viel über die Rolle des Deutschen in der modernen Welt erzählen und auch betonen, dass diese Sprache an Bedeutung verliert und beginnt sich umzuwandeln, weil sie viele Anglizismen entlehnt, die sie überfluten und verwüsten“, meint Swetlana.

Vor sechseinhalb Jahren begann Swetlana Deutsch zu lernen. Sie hat sich in diese Sprache verliebt, als sie Studentin des ersten Studienjahres an der juristischen Universität war. Nach ihrem Abschluss widmete sich Swetlana vollständig der deutschen Sprache: Sie besuchte verschiedene Sprachkurse, nahm an Wettbewerben teil, verbesserte ihre Sprachkenntnisse in Deutschland – sowohl in den Sprachkursen  als auch mit Muttersprachlern. Sie teilte ihre Erfahrung auch bei  Internetprojekten, die sich der deutschen Sprache und Deutschland widmeten.

„Der Sieg hat mich zu neuen Projekten inspiriert und ich will in diesem Jahr wieder an dem Wettbewerb teilnehmen. Eins habe ich verstanden: Man muss lieben, was man tut. Verlieben Sie sich in die deutsche Sprache und sie finden Gegenliebe“, so Swetlana.

Polina Nakul

 Eine sehr emotionale Rückmeldung bekamen wir von Polina Nakul. „Es ist weniger als ein Jahr seit unserem Treffen in Moskau vergangen.  Es scheint aber eine Ewigkeit her zu sein. Jetzt weiß ich es – das war die beste Reise meines Lebens. Ich lernte viele interessante Menschen kennen, konnte viele Freundschaften schließen und pflege diese Kontakte. Meine Eindrücke waren so prägend und lebhaft, dass ich sie nicht mit gewöhnlichen Worten beschreiben kann. Mir gefiel wirklich alles: die Unterkunft, Moskau mit seinen Goldkuppeln, unser täglicher Deutschunterricht, die Geschenke, die ich zu Hause aufbewahre. Mein Diplom hat sich die ganze Klasse angesehen, auch die Lehrer und sogar der Schuldirektor. Dank meiner Teilnahme an diesem Wettbewerb konnte mir meine Schule helfen, das Sprachlager „Kinderland“ zu besuchen. Am meisten gefiel mir, dass wir dort Deutsch nicht vergaßen, Spiele auf Deutsch spielten und interessante Projekte durchführten. Auf diese Weise verging die Zeit wie im Flug“.

Zusammengestellt von Julia Ljubimowa

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